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Im Grunde ist Taijiquan natürlich Taijiquan.
Ich habe von meinem Lehrer Fernando Chedel [http://www.matsunkuen-europe.com] nun neben einer langen, auf dem Yangstil basierenden verhätnismäig kämpferischen Form zwei Elemente bekommen, die meiner Meinung nach für den Einstieg besonders gut geeignet sind. Zum einen ist das ein Satz von Grundübungen, die leicht zu erlernen sind und dabei sehr Inhaltsreich. Je nachdem, wie ich meinen Fokus setzte, sind es reine Aufwärmübungen, oder Abwehrtechniken, ich kann lernen meinen Raum wahrzunehmen, meinen Köperteile wieder miteinander in Verbindung zu bringen, richtig zu stehen und den Boden zu finden, den Wechsel von Yin und Yang wahrzunehmen..... und mit der Zeit kommt alles zusammen und wird eins.... mit viel Zeit :-)
Zum anderen lernte ich von meinem Lehrer eine schöne, kurze, kompakte Form, die in meinen Augen eine großrtige Einführung in das Taijiquan darstellt. Ihre Choreographie ist einfach, sie enthät die acht Grundenergien des Taijiquan, die Grundschritte und ist symetrisch aufgebaut, so da[ss] beide Köperhäften gleicherma[ss]en trainiert werden. Sie ist Meditation in Bewegung und vermittelt die Grundlagen der Kampfkunst Taijiquan.
Meister Ma Tsun Kuen Meister Fernando Chedel Meister Ma Tsun Kuen wurde 1907 in Nanking, China, geboren. Seit seinem sechsten Lebensjahr studierte er die klassischen chinesischen Schriften und erlernte Kampfkünste. Er trainierte Shaolin Chuan bis in sein drittes Studienjahr hinein. Hier lernte er mit den traditionellen Waffen umzugehen, dem Messer, dem Stock, dem Schwert und den Säbel. Nach seinem Studium arbeitete er als Journalist in Nanking.
Erst nach Ende seines Studiums wandte Ma Tsun Kuen sich wieder den Kampfkünsten zu und begann Yang Stil Tai Chi Chuan zu lernen, wo er auch auf Meister Cheng Man Ching traf. TaiChi entwickelte sich für ihn immer mehr zu einem Lebensweg (köperlich und geistig). Als er 1973 in Argentinien ankam, beschäftigte er sich seit 30 Jahren mit Tai Chi Chuan. In dieser Zeit hatte er die Yang Stil Form in Teilen verändert und weiterentwickelt, aber nicht unterichtet. Auf Grundlage seiner langjärigen Erfahrung entwickelte er zwei weitere Formen,: die Kurzform, und die Kuei Shou, die in hoher Geschwindigkeit geübt wird.
Es war ihm wichtig, daß seine Schler verstehen, daß Tai Chi nicht unendlich weich, langsam und entspannt ist und lernen, Weichheit von Schwäche zu unterscheiden. Das heißt, das Tai Chi nicht nur gut für die Gesundheit ist, sondern auch zur Selbstverteidigung dienen kann. 1979 gründete er die Association Argentina de T'ai Chi Ch'uan, die nach seinem Tod im Jahre 1993 in Escuela Internacional de Tai Chi Chuan Ma Tsun Kuen umbennant wurde. Sein offizieller Vertreter ist Meister Fernando Chedel.
Fernando Chedel, vom Karate kommend, begann Taijiquan im Jahre 1973 bei Meister Ma Tsun Kuen zu lernen, der ihn als "eingeweihten Schüler" aufnahm. Zusammen mit seinem Meister gründete Fernando 1978 die Argentinische Tai-Chi-Chuan-Assoziation, die 1993 zur Internationalen Tai-Chi-Chuan-Schule "Ma Tzun-kuen" umbennant wurde, zu Ehren von Meister Ma Tzun-kuen, der in demselben Jahr verstorben war. Drei Jahre vor seinem Tod bestimmte Meister Ma Meister Fernando Chedel zu seinem Vertrauensmann und Nachfolger und hinterliß ihm seine Schule. Fernando kommt regelmäßig nach Europa um zu unterichten und um mit den in Europa ansäsigen Lehrer seiner Schule zu trainieren.
Carola Pfeiffer